In der Scholle34 tut sich was!

Der Traum vom bunten Nachbarschaftshaus Potsdam-West wird immer realer. Seit im Herbst 2013 eine Gruppe engagierter Kiez-Querdenker die Idee entwickelten einen dynamischen Kultur und Begegnungsort schaffen, ist viel passiert.

Aus „WOHIN MIT DER SCHOLLE?“ wurde eine sichere Aussicht auf Scholle51 am angestammten Platz und ein neues Nachbarschaftsprojekt mit dem Arbeitstitel Scholle34. Angeschmiegt an die grüne Schulter des Parks Sanssouci lag das verwunschene und verwilderte Dornröschenschloss (manch einem besser bekannt als „Trattoria“ oder „Charly“) in seinem hundertjährigen Schlaf und wartete darauf wachgeküsst zu werden. Dornen und Gestrüpp wurden bereits größtenteils entfernt und die Potsdamer Prinzen und Prinzessinnen haben in wilder Entschlossenheit und mit viel gemeinsamer Freude den Palast entrümpelt und für die nächsten Schritte vorbereitet. Neben dem engagierten und spontanen Zupacken der vielen Potsdam-WestlerInnen bei den Aufräumaktionen wurde das Projekt auch schon tatkräftig von der Stadt Potsdam und vielen ortsansässigen Unternehmen unterstützt. Die Konzeptgruppe-Scholle34 konnte schon einige Entscheidungsträger im Rathaus und vor allem die Eigentümerin des Grundstücks in der Geschwister-Scholl-Straße 34, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, von ihrem Vorhaben überzeugen und zur Mithilfe gewinnen. Ein großer Erfolg für die Gruppe war die Unterzeichnung des LOI (Absichtserklärung) in diesem April für die Nutzung des Geländes als Kultur- und Nachbarschaftszentrumzentrum.

Für die weitere Umsetzung des Projektes stehen der Konzeptgruppe jetzt große Aufgaben bevor. Um eine solide Finanzierung zu realisieren, rechtlich sichere Verträge abzuschließen und die nachbarschaftlichen Ressourcen zu mobilisieren, hat sich die Gruppe für eine ganz neue, holokratische Organisationsstruktur entschieden. Aus dem Gesamtprojekt bilden sich einzelne Teams (Finanzen, Bauen, Recht, etc.), die netzwerkartig über die Konzeptgruppe verbunden sind. Das sieht aus wie ein Mutterschiff mit vielen Satelliten oder wie ein Planet mit seinen Monden. Jeder Satellit ist autonom und entscheidet selbständig für seinen Bereich. Das Mutterschiff behält den Überblick und kommuniziert nach innen und außen. Die Schaffung einer Stelle für Projektmanagement durch das Stadtteilnetzwerk, die von Marcel Pilz und Kai Mader besetzt wurde, brachte für das Projekt einen spürbaren Energieschub und rückt die Realisation wieder ein Stück näher.

Das Nachbarschaftshaus Potsdam-West soll ein Ort der Begegnung und der Erlebnisse werden, eine urbane Oase, erträumt, geplant, erbaut und gestaltet für uns alle von uns allen. Herzlich willkommen! Kommt vorbei, macht mit, wir brauchen immer wieder Verstärkung, Wissen, Ideen, Muskeln, EUCH/DICH!